Praxis für Physiotherapie Ansgar Bergmann<br />Dorsten-StadtmittePraxis für Physiotherapie
Ansgar Bergmann
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Gesundheitsnachrichten

Wenn der Nacken schmerzt
Wenn der Nacken schmerzt

Innovative Therapien bei Bandscheibenvorfällen an der Halswirbelsäule

Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Nackenverspannungen, Kraftminderung in den Armen, Ohrgeräuschen, Gang- oder Schlafstörungen.
Doch dass hinter diesen Beschwerden ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule stecken kann, ist noch immer wenigen bewusst. Durch altersbedingten Verschleiß sowie Fehlbelastung entstehen kleine Faserrisse in der Bandscheibe, wodurch sich der gallertartige Kern der Bandscheibe vorwölbt oder austritt. Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin, beruhigt: „Nicht immer muss bei einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule eine große Operation erfolgen. Es kommt stark auf die Ausprägung an und darauf, inwieweit die Schmerzen den Patienten beeinträchtigen.“ Mittlerweile bietet die moderne Medizin hier innovative Verfahren, selbst bei chronischen Nackenschmerzen.

Mit Verdampfung zur Schmerzlinderung Eine Möglichkeit, die Beschwerden zu mindern, besteht darin, das überstehende Gewebe während eines minimalinvasiven Eingriffs durch Verdampfung präzise und schnell zu entfernen. „Bei der perkutanen Laser-Diskusdekompression führe ich eine Laser-Glasfaser-Nadel ein, die vorgewölbtes Bandscheibengewebe verdampft“, so Dr. Sabarini. Diese Methode eignet sich zur Behandlung von leichten Bandscheibenvorfällen, da die Verdampfung durch den Laser eine begrenzte Kapazität aufweist.

Durch Druckreduktion schnell wieder schmerzfrei Ähnlich wie die perkutane Laser-Diskusdekompression zielt auch die perkutane Nukleotomie darauf ab, das Volumen von überstehendem Bandscheibengewebe zu minimieren, um so den Druck auf umliegende Nerven zu reduzieren. Sie findet meist bei mittelschwerer Ausprägung Anwendung. „Der behandelnde Arzt führt hierbei eine dünne, sich drehende Spiralnadel durch einen kleinen Stich in die betroffene Bandscheibe ein und entfernt austretendes Gewebe zwischen den Wirbeln, ohne dabei umliegende Strukturen zu beschädigen“, erläutert Dr. Sabarini. In einem rund 45-minütigen Eingriff wird so die Schmerzursache unter Vollnarkose entfernt, sodass der Patient umgehend Erleichterung verspürt.

Wenn nur noch ein operativer Eingriff hilft Wenn konservative oder minimalinvasive Therapien aufgrund der Schwere der Erkrankung keine ausreichende Wirkung erzielen, rät Dr. Sabarini meist zu einer künstlichen Bandscheibe. Unter Vollnarkose entfernt der behandelnde Arzt je nach Ausprägung lediglich einen Teil oder die komplette Bandscheibe. Daraufhin wird die Bandscheibe durch eine sogenannte Disc-Prothese ersetzt, die die Beweglichkeit der Halswirbelsäule erlaubt.

Bandscheibenzüchtung – die Zukunft schon heute Bei dieser Methode findet in einem zweiteiligen Verfahren nicht nur eine Entlastung der betroffenen Bandscheibe, sondern auch ein Aufbau von Volumen und Elastizität statt. „Ich entnehme bei dieser innovativen Behandlung im ersten Schritt gesunde Zellen aus dem Bandscheibengewebe. Diese werden in einem Speziallabor unter besonderen Bedingungen vermehrt und in den Bandscheibenkern eingefügt. Der Vorteil bei dieser Methode liegt darin, dass der Körper das duplizierte Gewebe sehr schnell annimmt“, erläutert Dr. Sabarini. Die Operationen erfolgen in einem Abstand von einigen Wochen. Aufgrund des Einsatzes von körpereigenen Zellen nimmt die Bandscheibe innerhalb kürzester Zeit ihre Funktion als Stoßdämpfer wieder auf.

Wie geht es weiter? „Viele Betroffene haben Angst, dass sie lange Zeit mit der Krankheit und deren Nachwirkungen zu kämpfen haben. Dies kann jedoch durch den rasanten Fortschritt der medizinischen Möglichkeiten heutzutage ausgeschlossen werden“, erklärt Dr. Sabarini. Anschließende Maßnahmen zur Stärkung der Rückenmuskulatur wie Krankengymnastik verringern nach einem Eingriff das Risiko einer erneuten Erkrankung. Der Patient verlässt die Klinik nach einem minimalinvasiven Eingriff oftmals noch am selben, spätestens jedoch am nachfolgenden Tag und beginnt bereits nach wenigen Tagen mit der Rehabilitation durch spezielle Kräftigungsübungen. Nach einem mikrochirurgischen Eingriff steht der Patient meist schon am Abend des Operationstages wieder auf und beginnt am Tag nach der OP mit der physiotherapeutischen Nachbehandlung. Der Klinikaufenthalt dauert dabei in der Regel etwa eine Woche.

Weitere Informationen unter www.avicenna-klinik.de .


Couch Potatoes riskieren Arthrose
Couch Potatoes riskieren Arthrose

AE rät zu mehr Bewegung im Alltag

Ob Digital Natives, Schulkinder oder Büroarbeiter: Ein sitzender Lebensstil kann Knie- und Hüftgelenksarthrosen begünstigen. Gelenkknorpel wird spröde und baut sich ab, wenn im Rahmen von Bewegung nicht regelmäßig Nährstoffe und Flüssigkeit in seine Oberfläche gepumpt werden. Schmerzhafte Arthrosen und Bewegungseinschränkungen können die Folge sein. Menschen jeden Alters sollten sich deshalb täglich ausreichend bewegen, sagt die Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik (AE). Die Fachgesellschaft möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Bewegungsmangel nicht nur Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes und Krebs begünstigt*1, sondern auch den Gelenken schaden kann.
Seit der frühindustriellen Zeit hat sich die Zahl der Arthrosen mehr als verdoppelt. Das haben Forscher in einer soeben in den "Proceedings" der National Academy of Sciences ("PNAS") veröffentlichten US-Studie herausgefunden*2. „Auch wir beobachten zunehmend mehr Arthrosen und Gelenkschäden bei unseren Patienten“, sagt Professor Dr. med. Karl-Dieter Heller, Generalsekretär der AE. Inzwischen betrifft die weltweit häufigste Gelenkerkrankung in Deutschland ein Drittel der über 60-Jährigen. Bei Arthrose bildet sich das Knorpelgrundgerüst der Gelenke irreversibel zurück. Zugleich können Knochenwucherungen um die Gelenke herum entstehen. Auch wenn noch nicht alle Risikofaktoren für diese Entwicklung erforscht sind, ist klar: „Die längere Lebensdauer, Übergewicht, aber auch Über- und Unterbeanspruchung der Gelenke gehören zu den Hauptursachen für die steigenden Zahlen“, so der Chefarzt der Orthopädischen Klinik am Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig.

Viele Menschen bewegten sich kaum noch, im Beruf wie in der Freizeit. „Vielen ist nicht klar, dass der Gelenkknorpel regelmäßige Bewegung braucht, um Nährstoffe zu erhalten“, so Professor Heller. Der Grund: „Anders als der Knochen, wird der Knorpel nicht durch Blutgefäße versorgt, sondern passiv durch Gelenkflüssigkeit, die Synovia“. Damit das gut funktioniert, ist regelmäßige Be- und Entlastung notwendig: Die dadurch entstehenden Pumpbewegungen arbeiten das Nährsubstrat mechanisch in den Knorpel ein. „Wer sich bewegt, füttert und schmiert sein Gelenk“, so Professor Heller. Auch wenn es bereits zu Arthrosen gekommen sei, könne maßvolle Bewegung helfen, das Fortschreiten einer Arthrose zu verlangsamen. Tierexperimentelle Studien hätten gezeigt, dass dies den Knorpel zwar nicht regenerieren, wohl aber die gelartige Puffersubstanz im Knorpel aufbauen könne*3. Der Orthopäde rät hier etwa zu Gymnastik, Fahrradfahren oder gehen mit Nordic Walking-Stöcken.

Insgesamt gelte es, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren: „Man sollte möglichst alle 30 Minuten aufstehen, viel zu Fuß gehen und Fahrrad fahren sowie Aufzüge und Rolltreppen meiden“, sagt Professor Dr. med. Henning Windhagen, Präsident der AE. Und statt abends stundenlang im Fernsehsessel zu versinken, besser noch einen Spaziergang um den Block machen. „Sinnvoll sind zudem mindestens weitere 150 Minuten in der Woche gezieltes Training.“ Sport-Extreme wie Marathons sollte man seinem Körper jedoch nur unter Aufsicht eines Orthopäden oder Sportmediziners zumuten. Denn sie bergen besondere Risikofaktoren für Gelenke, etwa Verletzungen, Überlastung und Verschleiß. Zudem sei nicht jeder Körper für sportliche Höchstleistungen gemacht. „Auf die Dosis kommt es an“, betont Windhagen, der Direktor der Orthopädischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im DIAKOVERE Annastift ist.


Besser laufen nach dem Schlaganfall
Besser laufen nach dem Schlaganfall

Wie man Schlaganfall-Patienten mit Gangstörungen bestmöglich ganzheitlich behandelt, wird ab sofort im Projekt RehaBoard untersucht, das vom Land Nordrhein-Westfalen aus dem Europäischen Entwicklungsfond (EFRE) mit mehr als 1,3 Millionen Euro gefördert wird. Konsortialführer ist die ITBB GmbH unter der Leitung von Dr. Andrés Kecskeméthy, Professor für Mechanik und Robotik an der Universität Duisburg-Essen (UDE)

Prof. Marcus Jäger, Leiter der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Essen: „Seit einigen Jahren können wir Schlaganfallpatienten immer besser behandeln, sei es durch Medikamente, physiotherapeutische Maßnahmen oder bestimmte OP-Techniken. Allerdings fehlte bisher eine fachübergreifende Behandlungsplanung, um die Therapien noch besser auf den Einzelfall zuzuschneiden.“ Im Konsortium werden dazu neue ganzheitliche Konzepte entwickelt.

Hochkomplex: Der menschliche Gang

„Der menschliche Gang ist ein stark gekoppelter biomechanischer Prozess“, erläutert der Experte für Biomechanik, Prof. Andrés Kecskeméthy: „Der menschliche Bewegungsapparat besteht aus Knochen, Muskeln, Bändern und Gelenken, die mit einander verbunden sind und durch komplexe neuronale Signale gesteuert werden. Bewegen sich einzelne Glieder nicht richtig, können globale Fehlhaltungen entstehen. Gelenke und Muskeln werden überbelastet und es fällt schwer, am sozialen Leben teilzunehmen.“

Im Konsortium werden nun erstmals interdisziplinäre Behandlungsaspekte für die Rehabilitation nach dem Schlaganfall untersucht. Neu ist, dass die in den Fachdisziplinen Neurologie, Orthopädie, Physiotherapie und Orthetik entwickelten Maßnahmen zu einem integrierten Konzept verschmolzen werden auf der Basis objektivierter Kriterien aus der Gangmessung.

Die Daten stammen aus dem Ganglabor der UDE mit drei Standorten – eines in Duisburg, zwei an Essener Kliniken. Ziel ist, eine computergestützte Assistenzumgebung für die Behandlungsplanung zu entwickeln, damit der geheingeschränkte Schlaganfallpatient „multi“-therapiert werden und sich im Alltag wieder besser bewegen kann.

Projekt-Beteiligte sind die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Essen (Prof. Dr. Marcus Jäger) und der UDE-Lehrstuhl für Mechanik und Robotik (Dr. Francisco Geu Flores, Dr. Dominik Raab), die Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Düsseldorf (Prof. Dr. Harald Hefter), die Fachklinik Rhein Ruhr MediClin in Essen (Prof. Dr. Mario Siebler) und das Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften der Hochschule für Gesundheit, Bochum (Prof. Dr. Dörte Zietz).